
Schülerinnen und Schüler in Österreich, die im Rahmen der staatlichen Digitalisierungsinitiative vergünstigte Laptops oder Tablets erhalten haben, sollen künftig besser vor nicht altersgerechten Online-Inhalten geschützt werden – und zwar nicht nur im Schulnetz. Eine vom Bildungsministerium bereitgestellte neue Sicherheitskonfiguration sorgt dafür, dass Apps und Websites mit radikalen, verstörenden, sexistischen oder pornografischen Inhalten auch dann gesperrt bleiben, wenn die Geräte über öffentliche oder private WLANs etwa im Zug oder im Schnellrestaurant mit dem Internet verbunden sind. Eltern können die Voreinstellungen erweitern und zusätzliche Sperren einrichten.
Seit Ende März steht den Schulen ein zentrales Konfigurationsservice des Ressorts zur Verfügung, mit dem die Jugendschutzeinstellungen automatisiert auf die Endgeräte aufgespielt werden können. Zielvorgabe des Bildungsministeriums ist eine "schnellstmögliche Umsetzung im April". Betroffen sind alle mehr als 600.000 Laptops und Tablets, die seit 2020 im Zuge der Digitalisierungsinitiative an Schülerinnen und Schüler ausgegeben wurden. Die Eltern sollen von den einzelnen Schulen über den Ablauf und den Zeitpunkt der Umstellung informiert werden.
Mit Stichtag 1. April hatten sich nach Angaben des Ministeriums bereits 14 Prozent der Mittel- und Sonderschulen sowie der AHS-Unterstufen an den zentralen Konfigurationsdienst angebunden. Zusätzlich gibt es eine nicht bezifferte Zahl von Schulen, die die Einstellungen eigenständig nach Anleitung umgesetzt haben. Bei der technischen Umsetzung meldet das Ressort bislang einen reibungslosen Verlauf, auch die Lehrergewerkschaft berichtet nach eigenen Angaben derzeit von keinen Beschwerden im Zusammenhang mit der neuen Konfiguration.
Kern des neuen Konzepts ist ein einheitlicher "Basisschutz", der bei Bedarf durch die Erziehungsberechtigten angepasst werden kann. Über das Bildungsportal oder gemäß den Vorgaben der jeweiligen Schule lassen sich einzelne Schutzfunktionen wie Webfilter oder die Installation von Apps individuell aktivieren und deaktivieren. Wer strengere Regeln wünscht, kann mithilfe lokaler Administratorenrechte zusätzliche Schutzsoftware aufspielen, etwa um auch die Bildschirmzeit der Kinder zu begrenzen. Für Eltern, denen der vom Ministerium vorgeschlagene Webfilter beispielsweise aus Datenschutzgründen zu weit geht, ist eine Opt-out-Lösung vorgesehen, mit der sich von Teilen der Voreinstellungen Abstand nehmen lässt.

Das Schweizer Studio Urban Games bringt seine erfolgreiche Verkehrssimulation in die nächste Runde: Transport Fever 3 ist ab sofort erhältlich – erstmals auch in einer Version für macOS. Spielerinnen und Spieler bauen darin über mehr als 125 Jahre Transportgeschichte hinweg ein eigenes Verkehrs- und Logistikimperium auf, von den ersten Pferdekutschen und Dampflokomotiven bis hin zu modernen Düsenjets, Supertankern, Hochgeschwindigkeitszügen und Helikoptern. Der Titel setzt damit die Tradition von Genre-Klassikern wie Transport Tycoon fort und positioniert sich erneut als Konkurrenz zu Städten-Simulationen wie Cities: Skylines, allerdings mit klarem Fokus auf Transport und industrielle Verknüpfungen.
Auf dem Mac richtet sich Transport Fever 3 klar an Besitzer aktueller Hardware. Urban Games verlangt mindestens einen M2‑Pro‑Chip, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 90 Gigabyte freien Speicherplatz und macOS Sequoia 15. Empfohlen wird ein M4 Pro oder besser mit mindestens 24 Gigabyte RAM. Vertrieben wird das Spiel über Steam und GOG, die Einstiegsversion kostet ab 49,99 Euro. Ob zusätzlich eine Veröffentlichung im Mac App Store geplant ist, ist noch offen. Die Simulation bietet eine deutschsprachige Benutzeroberfläche und Vertonung; Videoeinblicke in das Spiel stellt der Entwickler auf YouTube bereit.
Inhaltlich bleibt Transport Fever 3 dem Kern des Genres treu, vertieft aber die Komplexität. Spieler verbinden Städte und Industrie-Standorte, organisieren Linien für Busse, Straßenbahnen, Lkw, Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und Helikopter und optimieren so den Transport von Personen und Gütern. Einnahmen generieren alle Transporte, doch zugleich steigen mit jedem Fahrzeug und jeder neuen Strecke die laufenden Kosten. Zusätzlich müssen mehrstufige Produktionsketten bedacht werden: Rohstoffe wie Holz gelangen zunächst ins Sägewerk, bevor sie als weiterverarbeitetes Produkt in die Städte geliefert werden. Fehler in der Planung oder ungenaue Umsetzung können dazu führen, dass sich Systeme gegenseitig blockieren – etwa bei langen Verbindungen über mehrere Kilometer oder im dicht getakteten innerstädtischen Verkehr.
Transport Fever 3 adressiert diese Komplexität mit einem stärker geführten Einstieg und Szenarien. Eine Einführung erläutert Schritt für Schritt grundlegende Mechaniken wie Straßenbau, Linienplanung und Fahrzeugkauf. Spezielle Szenarien führen anschließend in kompakter Form durch komplexere Zusammenhänge und setzen auf abgeschlossene, erzählerisch eingebettete Aufgaben – etwa wenn eine Stadt für einen Großanlass wie Mardi Gras vorbereitet oder ein Dorf bei der wirtschaftlichen Entwicklung unterstützt werden soll. Das Spiel legt dabei Wert auf Detailsteuerung bis hin zu Ampelphasen an Kreuzungen und erlaubt es, ein fein verzweigtes Netz aufzubauen, in dem erfahrene Spieler jede Linie und jeden Zug kennen. Besitzer von Transport Fever 2 erhalten beim Kauf der Standard- oder Deluxe-Edition auf derselben Plattform einen Treuerabatt von 10 Prozent – ein Angebot, das die bestehende Community in die neue Version mitnehmen soll.