Nahost-Konflikt treibt Risikoaversion – Reise- und Immobilienwerte legen dennoch zu

23.03.2026


Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben den Handel am Freitag mit leichten Verlusten beendet. Vor dem Wochenende hielten sich viele Investoren zurück, da sie angesichts der Spannungen im Nahen Osten und möglicher neuer Meldungen aus der Golfregion ihre Risikopositionen nicht ausweiten wollten. Der EuroStoxx 50 gab zur Mittagszeit um 0,33 Prozent auf 5595,36 Punkte nach. Der Schweizer Leitindex SMI zeigte sich nahezu unverändert, während der britische FTSE 100 um 0,12 Prozent auf 10.051,06 Punkte rücklief.

Marktteilnehmer verwiesen auf eine zunehmende Risikoaversion. „Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben dazu geführt, dass bislang abseits gehaltene Liquidität aus anderen Märkten in Geldmarktanlagen umgeschichtet wird“, sagte Debbie Cunningham, Anlageexpertin beim Vermögensverwalter Federated Hermes. Parallel dazu belastete der große Verfall an den Terminbörsen das Handelsgeschehen, der traditionell für zusätzliche Volatilität sorgt, weil zahlreiche Futures- und Optionskontrakte auslaufen und neu positioniert werden.

Strategen blicken zudem bereits auf die nächste Woche, wenn eine Reihe von Konjunkturdaten veröffentlicht wird, die erstmals die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts widerspiegeln dürfte. „Nächste Woche drohen die Datenstunden der Wahrheit – denn erstmals wird eine Reihe von Konjunkturzahlen die Folgen des Iran-Kriegs widerspiegeln“, sagte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Besonders im Fokus stehen die Einkaufsmanagerindizes, die sich nach Einschätzung Greils im März spürbar eingetrübt haben könnten.

Auf Sektorebene war eine Gegenbewegung zu den deutlichen Verlusten des Vortags zu beobachten. Zuletzt stark gefallene Branchen lagen vorne, während die bislang stabileren Bereiche schwächelten. Baustoffwerte führten die Gewinnerlisten an: Aktien von Holcim legten um rund drei Prozent zu, nachdem sie seit ihren Jahreshochs etwa ein Viertel an Wert eingebüßt hatten. Auch Reise- und Freizeitwerte sowie der zinssensible Immobiliensektor, die am Vortag unter Druck gestanden hatten, verbuchten Aufschläge. Dagegen gaben defensive Nahrungsmittelaktien überwiegend nach; eine Ausnahme bildeten Unilever, deren Papiere um 0,5 Prozent zulegten.

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Implenia punktet mit nachhaltigen Quartiersentwicklungen in der Schweiz und in Deutschland

23.03.2026


Implenia hat sich in der Schweiz und in Deutschland eine Reihe neuer Hochbau-Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 310 Millionen Schweizer Franken gesichert. Die Projekte sollen zwischen 2026 und 2028 realisiert werden. Der Bau- und Immobiliendienstleister positioniert sich damit weiter im Segment nachhaltiger Wohn- und Arbeitswelten sowie spezialisierter Infrastrukturbauten, darunter Einrichtungen für Bildung, Forschung, Pharma und eine Justizvollzugsanstalt.

In Vevey, in der stark nachgefragten Genferseeregion, tritt Implenia als Totalunternehmer für das neue Quartier „Jardins en Ville“ auf. Geplant sind 182 Eigentumswohnungen, ergänzende Gewerbeflächen, eine zweistöckige Tiefgarage und eine zentrale Grünanlage. Zusätzlich werden eine Dachterrasse mit Park sowie Obst- und Gemüsegärten realisiert. Die PEFC/FSC-zertifizierte Holzkonstruktion des Projekts soll die Standards Minergie-Eco sowie CECB A/B erfüllen und zielt damit auf hohe Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

In Mannheim errichtet Implenia am BUGA-Park schlüsselfertig das Spinelli-Wohnquartier in Holz-Hybridbauweise. Das Projekt umfasst zwei viergeschossige Gebäuderiegel sowie sieben vier- bis sechsgeschossige Punkthäuser mit insgesamt 225 Wohneinheiten. Das Quartier wird nach den Angaben der Projektverantwortlichen als erstes Stadtquartier für den gesamten Entwicklungsprozess von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert und dient damit als Referenz für integrierte nachhaltige Quartiersplanung.

Darüber hinaus schafft Implenia weiteren Wohnraum an attraktiven Lagen in Deutschland und der Schweiz. In Frankfurt entsteht im ersten Klimaschutzquartier der Stadt ein Ensemble von zwölf energieeffizienten Wohnhäusern mit rund 160 Passivhaus-Wohneinheiten. In München baut das Unternehmen in einer Arbeitsgemeinschaft nach einer vorgelagerten Pre-Construction-Phase ein Mehrfamilienhaus mit 186 Wohnungen und zusätzlichen gewerblichen Nutzungen. In Nürnberg realisiert Implenia in ressourcenschonender Holz-Hybridbauweise drei Gebäude mit 76 Mietwohnungen sowie Flächen für Kindertagesstätte und Gewerbe. Ergänzt werden die Wohnprojekte durch neue Betriebs- und Produktionsstätten für die Justizvollzugsanstalt Siegburg sowie Bauten für Bildungs-, Forschungs- und Pharmaeinrichtungen, die das Hochbauportfolio des Konzerns verbreitern.