Schweizer Sensorenhersteller Sensirion wächst kräftig trotz Frankenstärke

10.03.2026


Der Schweizer Sensorenhersteller Sensirion hat im Geschäftsjahr 2025 ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnet und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das Unternehmen aus Stäfa meldete einen Umsatzanstieg um 24 Prozent auf 342,4 Millionen Schweizer Franken, was in Lokalwährungen einem Plus von 29 Prozent entspricht. Dieses Wachstum wurde maßgeblich durch die Einführung neuer Produkte wie den A2L-Gaslecksensoren für Klimaanlagen in den USA geprägt, die sich als größter Wachstumstreiber erwiesen haben.

Trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit geopolitischen Unsicherheiten, Zöllen und der Aufwertung des Schweizer Frankens konnte Sensirion seine Rentabilität deutlich verbessern. Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 63,5 Millionen Franken, während die bereinigte operative Marge um 8,0 Prozentpunkte auf 18,5 Prozent kletterte. Neben einer höheren Kapazitätsauslastung führte das Unternehmen diese Verbesserung auf Produktivitätssteigerungen zurück.

Unter dem Strich erzielte Sensirion einen Gewinn von 20,1 Millionen Franken nach einem Verlust von 28,9 Millionen Franken im Vorjahr. Ein negatives Finanzergebnis, der Verlust aus der Beteiligung am Start-up Lumiphase sowie die Frankenstärke verhinderten laut Unternehmensangaben einen noch höheren Gewinn. Im Jahr 2024 war das Ergebnis durch Einmalkosten in Höhe von 33,4 Millionen Franken belastet gewesen, die mit der Aufgabe des Bereichs Zustandsüberwachung von Industriemaschinen in Berlin zusammenhingen.

Für das Jahr 2026 strebt Sensirion weiteres Wachstum an und will das Geschäft weiter ausbauen. Das Unternehmen betonte seine Widerstandsfähigkeit in schwierigen Marktbedingungen und verwies auf eine starke Pipeline innovativer Technologien sowie klare strategische Prioritäten. Drei der vier Endmärkte verzeichneten im Berichtsjahr deutliche Zuwächse, was auf breit diversifizierte Wachstumsfelder in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen ist.

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Mehr als drei Millionen Menschen im Iran auf der Flucht

13.03.2026


Seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR mehr als drei Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Betroffen seien zwischen 600.000 und einer Million Haushalte, teilte die Behörde am Donnerstag in Genf mit. Je nach Haushaltsgröße entspreche das bis zu 3,2 Millionen Menschen, deren bisheriger Wohnort infolge der Kampfhandlungen nicht mehr sicher oder bewohnbar ist.

Die UNHCR-Notfallabteilung rechnet damit, dass die Zahl der Binnenvertriebenen weiter steigen wird. Angesichts der anhaltenden Angriffe sprach der Leiter der Abteilung, Ayaki Ito, von einer „besorgniserregenden Eskalation“ der humanitären Lage im Iran. Die Organisation betont die Notwendigkeit, Zivilisten zu schützen, humanitären Zugang aufrechtzuerhalten und Grenzen für Menschen, die Sicherheit suchen, gemäß internationalen Verpflichtungen offen zu halten.

Der Iran beherbergt seit Jahren große Flüchtlingspopulationen aus Nachbarstaaten, insbesondere aus Afghanistan. Nach UNHCR-Angaben werden diese Menschen nun zusätzlich von den aktuellen Kampfhandlungen erfasst. Viele dieser Familien verfügten über nur sehr begrenzte Unterstützungsnetzwerke und befänden sich daher in einer besonders verwundbaren Lage, warnte Ito.

Die USA und Israel hatten den Angaben zufolge am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Tag der Angriffe wurden der Oberste Führer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei beziehungsweise Ayatollah Ali Chamenei, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Ziele in Israel, mehreren Golfstaaten und auf US-Einrichtungen in der Golfregion. Humanitäre Organisationen richten ihren Fokus nun verstärkt auf die Versorgung der Vertriebenen und drängen auf Maßnahmen zur Begrenzung der zivilen Folgen der anhaltenden Kampfhandlungen.