Transaktionspreise: Preisverfall bei Elektroautos beschleunigt sich

08.10.2026


Elektroautos und Verbrenner liegen beim Anschaffungspreis wieder näher beieinander. Nach Berechnungen des privaten Center Automotive Research (CAR) in Bochum betrug der durchschnittliche Preisaufschlag für reine Stromer im September noch 2.124 Euro. Verglichen wurden jeweils die 25 meistverkauften Elektro- und Verbrennermodelle in Deutschland auf Basis der sogenannten Transaktionspreise – also der Listenpreise abzüglich der im Internet und bei Vermittlern ermittelten Rabatte. Die staatliche Kaufprämie für E-Autos bleibt in dieser Rechnung außen vor.

Im Monatsvergleich ist die Lücke damit weiter geschrumpft: Im August lag der Abstand noch bei 2.249 Euro, im Juli bei 2.363 Euro. Vom Tiefstand im Dezember 2025 mit 1.328 beziehungsweise 1.340 Euro Preisunterschied ist der Markt zwar noch ein gutes Stück entfernt, zugleich ist der Abstand im längerfristigen Vergleich deutlich gefallen. Im Oktober 2024 hatten Elektroautos im Schnitt noch mehr als 6.500 Euro Aufpreis, in den frühen Jahren der Elektromobilität waren es zum Teil rund 15.000 Euro. Für das Gesamtjahr 2024 hatten die CAR-Experten im Schnitt sogar mehr als 7.300 Euro Differenz ausgewiesen.

Hinter der aktuellen Entwicklung steht vor allem eine neue Rabattdynamik bei Stromern. Bei den 25 meistverkauften E-Modellen kletterte der durchschnittliche Preisnachlass im September auf 17,9 Prozent nach 17,4 Prozent im August. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer führt den Anstieg auf das wachsende Angebot günstiger, kompakter Elektroautos zurück, darunter neue Modelle aus dem VW-Konzern wie der ID. Polo. Diese Fahrzeuge erhöhen den Preisdruck insbesondere auf ältere vollelektrische Kleinwagen – ein Trend, der sich nach Einschätzung des CAR in den kommenden Monaten noch verstärken dürfte.

Parallel dazu sinken strukturelle Kostenfaktoren. Nach Angaben von CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer und seinem Kollegen Klaus Springer haben fallende Batteriekosten und niedrigere Produktionskosten durch neue Fertigungstechnik die Spielräume der Hersteller vergrößert. Die Preisentwicklung der vergangenen Jahre sei „rasant“ gewesen: So sei etwa der Opel Corsa Electric im Juni 2024 noch zu einem Transaktionspreis von 31.283 Euro verkauft worden, im September 2026 seien es nur noch 20.240 Euro gewesen – ein Rückgang von rund 35 Prozent. In Kombination mit dem anhaltend größeren Angebot an kompakten E-Autos beobachten die Analysten einen spürbaren Elektro-Boom, der die Preisdifferenzen zu klassischen Verbrennern weiter abschmelzen lässt.

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Mehr als nur ein Update: Was Transport Fever 3 Veteranen und Neulingen bietet

08.10.2026


Das Schweizer Studio Urban Games bringt seine erfolgreiche Verkehrssimulation in die nächste Runde: Transport Fever 3 ist ab sofort erhältlich – erstmals auch in einer Version für macOS. Spielerinnen und Spieler bauen darin über mehr als 125 Jahre Transportgeschichte hinweg ein eigenes Verkehrs- und Logistikimperium auf, von den ersten Pferdekutschen und Dampflokomotiven bis hin zu modernen Düsenjets, Supertankern, Hochgeschwindigkeitszügen und Helikoptern. Der Titel setzt damit die Tradition von Genre-Klassikern wie Transport Tycoon fort und positioniert sich erneut als Konkurrenz zu Städten-Simulationen wie Cities: Skylines, allerdings mit klarem Fokus auf Transport und industrielle Verknüpfungen.

Auf dem Mac richtet sich Transport Fever 3 klar an Besitzer aktueller Hardware. Urban Games verlangt mindestens einen M2‑Pro‑Chip, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, 90 Gigabyte freien Speicherplatz und macOS Sequoia 15. Empfohlen wird ein M4 Pro oder besser mit mindestens 24 Gigabyte RAM. Vertrieben wird das Spiel über Steam und GOG, die Einstiegsversion kostet ab 49,99 Euro. Ob zusätzlich eine Veröffentlichung im Mac App Store geplant ist, ist noch offen. Die Simulation bietet eine deutschsprachige Benutzeroberfläche und Vertonung; Videoeinblicke in das Spiel stellt der Entwickler auf YouTube bereit.

Inhaltlich bleibt Transport Fever 3 dem Kern des Genres treu, vertieft aber die Komplexität. Spieler verbinden Städte und Industrie-Standorte, organisieren Linien für Busse, Straßenbahnen, Lkw, Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und Helikopter und optimieren so den Transport von Personen und Gütern. Einnahmen generieren alle Transporte, doch zugleich steigen mit jedem Fahrzeug und jeder neuen Strecke die laufenden Kosten. Zusätzlich müssen mehrstufige Produktionsketten bedacht werden: Rohstoffe wie Holz gelangen zunächst ins Sägewerk, bevor sie als weiterverarbeitetes Produkt in die Städte geliefert werden. Fehler in der Planung oder ungenaue Umsetzung können dazu führen, dass sich Systeme gegenseitig blockieren – etwa bei langen Verbindungen über mehrere Kilometer oder im dicht getakteten innerstädtischen Verkehr.

Transport Fever 3 adressiert diese Komplexität mit einem stärker geführten Einstieg und Szenarien. Eine Einführung erläutert Schritt für Schritt grundlegende Mechaniken wie Straßenbau, Linienplanung und Fahrzeugkauf. Spezielle Szenarien führen anschließend in kompakter Form durch komplexere Zusammenhänge und setzen auf abgeschlossene, erzählerisch eingebettete Aufgaben – etwa wenn eine Stadt für einen Großanlass wie Mardi Gras vorbereitet oder ein Dorf bei der wirtschaftlichen Entwicklung unterstützt werden soll. Das Spiel legt dabei Wert auf Detailsteuerung bis hin zu Ampelphasen an Kreuzungen und erlaubt es, ein fein verzweigtes Netz aufzubauen, in dem erfahrene Spieler jede Linie und jeden Zug kennen. Besitzer von Transport Fever 2 erhalten beim Kauf der Standard- oder Deluxe-Edition auf derselben Plattform einen Treuerabatt von 10 Prozent – ein Angebot, das die bestehende Community in die neue Version mitnehmen soll.