CaseBioscience® schließt sich einem Team an, das von ARPA-H bis zu 7,3 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung der Lagerung von Zelltherapien bei Raumtemperatur erhält

03.10.2026

FORT COLLINS, Colorado, 3. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- CaseBioscience® gab heute seine Beteiligung an einem multidisziplinären Team unter der Leitung von Likarda bekannt, dem von der Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H) im Rahmen ihres Programms „BioStabilization Systems" BoSS Fördermittel in Höhe von bis zu 7,3 Millionen US-Dollar gewährt wurden.

ARPA-H BioStabilization Systems (BoSS) program. Image courtesy of the Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H).

Das BoSS-Programm zielt darauf ab, neue Technologien zur Herstellung, Lagerung und zum Transport von Zellen bei Raumtemperatur ohne Kühlung zu fördern. Wie das BoSS-Team erklärt, besteht das Ziel darin, die modernsten biologischen Arzneimittel so zu gestalten, dass sie „genauso einfach zu versenden und zu lagern sind wie Aspirin".

Unter der Leitung von Likarda ist das Team „Reversible Ambient Biostabilization" (RAB) eines von nur drei Teams, die für das BoSS-Programm ausgewählt wurden. Das Team vereint Fachkenntnisse aus den Bereichen Konservierungswissenschaft, Zellbiologie, Zellstoffwechsel, Bioingenieurwesen, Immunologie, Stammzellbiologie, Formulierung und Herstellung.

Das Programm auf einen Blick

  • Programm: ARPA-H BioStabilization Systems (BoSS)
  • Projekt: Reversible Ambient Biostabilization (RAB)
  • Auszeichnung: Bis zu 7,3 Millionen Dollar
  • Team: CaseBioscience, Draper, CPSI Biotech, Fresenius Kabi, Likarda, MiNK Therapeutics und das Spencer-Labor an der University of Colorado Boulder
  • Ziel: Entwicklung neuer Ansätze für die Lagerung und den Transport lebender zellulärer Arzneimittel bei Raumtemperatur, um die Abhängigkeit von der Kühlkettenlogistik zu verringern
  • Anfangsphase: 15 Monate, beginnend am 24. September 2026

Das Team wird daran arbeiten, die Abhängigkeit von der Kühlkettenlogistik zu verringern, indem es spezialisierte physiologische Mechanismen, neuartige Strategien zum Schutz der Zellen und bioingenieurwissenschaftliche Ansätze integriert, um neue Methoden für die Lagerung und den Transport von zellulären Arzneimitteln bei Raumtemperatur zu entwickeln.

Erfahren Sie mehr über die Beteiligung von CaseBioscience am ARPA-H-BoSS-Programm und entdecken Sie die neuesten Nachrichten und Entwicklungen von CaseBioscience.

Zelltherapien haben das Potenzial bewiesen, die Behandlung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen grundlegend zu verändern, doch ihre breitere Verfügbarkeit wird zum Teil durch die Komplexität und die Kosten der Kühlkettenlogistik eingeschränkt. Viele zellbasierte Produkte erfordern spezielle Konservierungs-, Lagerungs- und Transportbedingungen, um ihre Lebensfähigkeit und Funktion zu erhalten. Technologien, mit denen therapeutische Zellen bei Raumtemperatur stabilisiert werden können, könnten die Verteilung erheblich vereinfachen, logistische Hürden abbauen und dazu beitragen, den Zugang zu diesen fortschrittlichen Arzneimitteln zu erweitern.

„Das Konzept, lebende Zellen in einem trockenen Zustand zu konservieren, wird seit mehr als zwei Jahrzehnten verfolgt, doch aufgrund erheblicher wissenschaftlicher und technischer Hürden waren die Erfolge bislang begrenzt", erklärte Dr. John Baust, ein führender Experte auf dem Gebiet der Biokonservierung und Projektpartner von CPSI Biotech. „Das BoSS-Programm von ARPA-H bietet eine beispiellose Gelegenheit, dieses Problem gleichzeitig aus verschiedenen wissenschaftlichen und technischen Blickwinkeln anzugehen. Sollte diese Arbeit erfolgreich sein, könnte sie einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise bedeuten, wie Biologika konserviert, gelagert und vertrieben werden."

Das Programm baut zudem auf Forschungsarbeiten auf, die tief im wissenschaftlichen Team von CaseBioscience verwurzelt sind. Dr. Lynda McGinnis, Director der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei CaseBioscience, leistete vor mehr als zwei Jahrzehnten Pionierarbeit bei den ersten Forschungen zur Trockenlagerung von Sperma.

„Das ist eine großartige Gelegenheit, die Forschungsarbeit wieder aufzunehmen, die einige von uns vor 25 Jahren in Boston begonnen haben", sagte Dr. McGinnis. „Es ist an der Zeit für ein völlig neues Paradigma hinsichtlich der Art und Weise, wie wir Zellen für klinische Therapien und sogar für die Reproduktionsmedizin lagern und transportieren."

CaseBioscience® wird sein Fachwissen in den Bereichen Formulierung klinischer Kulturmedien, Biokonservierung und Zellstoffwechsel in die Entwicklung und Bewertung neuartiger Ansätze zur langfristigen Stabilisierung therapeutischer Zellen bei Raumtemperatur einbringen.

„Wir freuen uns sehr, Teil eines Programms zu sein, das über die wissenschaftliche Tiefe und die Ressourcen verfügt, um Ideen zu verfolgen, die das Fachgebiet maßgeblich voranbringen könnten", sagte Dr. Kevin Flynn, Chief Scientific Officer bei CaseBioscience. „Dies ist eine Gelegenheit, unsere Kompetenzen in eine außergewöhnliche Zusammenarbeit einzubringen, Neues zu erkunden und dieses Potenzial in Fortschritt umzusetzen."

„Wir sind sehr stolz darauf, dass CaseBioscience von ARPA-H für die Teilnahme am BoSS-Programm ausgewählt wurde. Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer wissenschaftlichen Arbeit, unserer Konservierungstechnologie und des Teams, das dahinter steht. Wenn es gelänge, Therapien auf Basis lebender Zellen ebenso einfach zu lagern und zu versenden wie herkömmliche Arzneimittel, würde dies den Zugang zu diesen Therapien grundlegend verändern, und es ist uns eine Ehre, gemeinsam mit einer so außergewöhnlichen Gruppe von Partnern auf dieses Ziel hinzuarbeiten", sagte Ami Mezezi, Mitbegründer und Managing Director von CaseBioscience.

Die erste Phase des BoSS-Programms ist nun angelaufen, und das RAB-Team hat mit seinen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten begonnen.

Informationen zu CaseBioscience®

CaseBioscience ist ein Life-Science-Unternehmen, das hochentwickelte Medien und Konservierungslösungen für die Zelltherapie, die regenerative Medizin und die assistierte Reproduktionstechnologie entwickelt und herstellt. Durch die Kombination von Fachwissen in den Bereichen Zellbiologie, Zellstoffwechsel, Formulierungswissenschaft und Biokonservierung entwickelt CaseBioscience Lösungen, die darauf ausgelegt sind, die Zellgesundheit, -konsistenz und -leistung von der Forschung bis hin zu klinischen Anwendungen zu unterstützen. Das Unternehmen arbeitet nach einem nach ISO 13485:2016 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem und verfügt über eine bei der FDA registrierte Produktionsstätte sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Colorado. Darüber hinaus arbeitet CaseBioscience mit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen zusammen, um spezialisierte Medien und Konservierungslösungen zu entwickeln und herzustellen.

Weitere Informationen finden Sie unter CaseBioscience.com.

CaseBioscience®
Innovative Quality Biosolutions

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Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.