Corinex baut seine Präsenz in Deutschland aus, während die Einführung intelligenter Stromzähler und die Digitalisierung des Stromnetzes an Fahrt gewinnen

11.08.2026

MANNHEIM, Deutschland, 11. August 2026 /PRNewswire/ -- Der bundesweite Ausbau der intelligenten Stromzähler in Deutschland tritt nun in eine entscheidende Phase ein. Der GNDEW-Einführungsplan legte verbindliche Meilensteine für die Einführung fest, wonach bestimmte Installationsgruppen bis 2030 eine Abdeckungsquote von 95 % erreichen sollen.  

Corinex expands German presence as smart-meter rollout and grid digitalization accelerate

Angesichts der zunehmenden Verbreitung benötigen Energieversorger sichere Kommunikationswege, Echtzeit-Transparenz im Niederspannungsbereich und digitale Netzintelligenz, um Millionen vernetzter Geräte in ein betriebsintelligentes Verteilungsnetz zu verwandeln.

Um diese nächste Umsetzungsphase zu unterstützen, hat die Corinex GmbH eine Niederlassung in Mannheim eröffnet, um deutschen Energieversorgern, Systemintegratoren und Technologiepartnern kommerzielles und technisches Fachwissen näherzubringen.

Das Team in Mannheim wird Projekte von der technischen Architektur über die Pilotphase bis hin zur Systemintegration und großflächigen Einführung begleiten und so die Verteilernetzbetreiber dabei unterstützen, die digitale Infrastruktur aufzubauen, die für den Betrieb der immer komplexer werdenden und zunehmend elektrifizierten Niederspannungsnetze erforderlich ist.

„Deutschland ist von der Planung zur Umsetzung übergegangen. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von intelligenten Stromzählern benötigen Energieversorger Technologien, die die vernetzte Infrastruktur durch sichere Kommunikation und Echtzeit-Transparenz im Netz in betriebliche Informationen umwandeln. Durch den Aufbau einer dauerhaften und bedeutenden Präsenz in Deutschland können wir unsere Kunden aus der Versorgungsbranche und unsere Partner dabei unterstützen, diese Projekte von der Pilotphase bis zur kommerziellen Einführung voranzutreiben. „Außerdem können wir so ihre Bedürfnisse bei der Innovation und Entwicklung unserer Produkte und Lösungen berücksichtigen."

Peter Sobotka, Geschäftsführer von Corinex

Schaffung der digitalen Grundlage für Deutschlands Verteilungsnetze

Deutschland setzt eines der ehrgeizigsten Programme zur Digitalisierung der Verteilernetze in Europa um. Neben der landesweiten Einführung intelligenter Messsysteme im Rahmen des GNDEW und des MsbG müssen die Energieversorger auch die zunehmende Elektrifizierung unterstützen, steuerbare Lasten gemäß §14a EnWG integrieren und der wachsenden Zahl dezentraler Energiequellen Rechnung tragen.

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) hat aussagekräftigere Betriebsdaten, eine größere Transparenz der Netzbedingungen und genauere Niederspannungsnetzmodelle als wesentliche Grundlagen für die nächste Phase der Netzdigitalisierung identifiziert. Corinex schafft diese digitale Grundlage durch die digitale Netzverstärkung, wobei Echtzeit-Feldmessungen, sichere Netz-Edge-Konnektivität, zentralisiertes Netzwerkmanagement und fortschrittliche Netzmodellierung kombiniert werden.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt Corinex Energieversorger dabei, die Kapazität, Transparenz und Ausfallsicherheit von Stromverteilungsnetzen durch Breitbandübertragung über das Stromnetz (Broadband over Power Line), Echtzeit-Feldmessungen und digitale Netzintelligenz zu verbessern. Die Corinex GmbH wird direkt mit deutschen Energieversorgern und Partnern zusammenarbeiten, um diese Funktionen landesweit in den Smart-Metering- und Verteilernetzumgebungen einzuführen.

Technologie speziell für deutsche Verteilungsnetze

Das Herzstück der Corinex-Plattform ist GridValue™, die Betriebsplattform für Feldkommunikation, vernetzte Geräte und Netzdaten. Die deutschsprachige Benutzeroberfläche unterstützt die Visualisierung der Topologie, die Live-Netzwerküberwachung, die Diagnose, die Konfiguration und die Firmware-Verwaltung sowie den mobilen Zugriff für Außendienstteams.

Der „Grid Intelligence Node" (GIN) von Corinex ermöglicht hochpräzise Messungen und Ereigniserkennung direkt an Niederspannungszuleitungen und unterstützt damit Verteilernetzbetreiber dabei, ihre Netzmodelle zu verbessern, verfügbare Kapazitäten zu bewerten und Engpässe zu identifizieren.

Der integrierte LTE-Router von Corinex für Kopfstellen verbindet Feldgeräte und sekundäre Umspannwerke sicher mit zentralen Versorgungs- und Smart-Metering-Systemen über Hochgeschwindigkeits-BPL und integriertes LTE-Backhaul und ermöglicht so eine nahezu Echtzeit-Transparenz im gesamten Niederspannungsnetz.

Die „Corinex Plexigrid Intelligence" nutzt diese Feld- und Betriebsdaten, um einen kontinuierlich aktualisierten digitalen Zwilling des Niederspannungsnetzes zu erstellen. Es hilft deutschen Netzbetreibern dabei, Engpässe zu identifizieren, die Aufnahmekapazität zu bewerten und festzustellen, wo durch Flexibilität zusätzliche Kapazitäten erschlossen werden können oder wo eine physische Verstärkung erforderlich ist.

Die Plattform bietet Versorgungsunternehmen die Transparenz und die Informationen, die sie benötigen, um angesichts der zunehmenden Elektrifizierung schnellere betriebliche Entscheidungen zu treffen, eine effektivere Kapazitätsplanung durchzuführen und gezielte Investitionen zu tätigen.

Förderung der Interoperabilität von intelligenten Zählern in Deutschland

Die auf offenen Standards basierende Corinex-Plattform ist mit Smart-Meter-Gateways verschiedener Anbieter kompatibel, sodass die freie Wahl des Anbieters und der Technologie gewährleistet bleibt.

Im Juni 2026 haben Corinex und EMH-Mess , die Interoperabilität zwischen dem CASA Smart Meter Gateway von EMH und dem Corinex 1T BPL-Modem überprüft und damit gezeigt, dass „Broadband over Power Line" (BPL) eine interoperable Kommunikationsoption für den Einsatz von Smart-Meter-Gateways in Deutschland darstellt.

Corinex ist zudem ein strategischer Technologiepartner von Theben Smart Energy und sorgt für eine nahtlose Integration zwischen dem CONEXA 3.0 Smart Meter Gateway und der Corinex-BPL-Plattform. Die Partnerschaft unterstützt die Anbindung von Smart-Meter-Gateways, die Transparenz im Niederspannungsbereich sowie die Integration steuerbarer Geräte für deutsche Energieversorger.

Verstärkung des Teams, das hinter dem Wachstum von Corinex in Deutschland steht

Die Expansion von Corinex in Deutschland wird von einem lokalen Team unterstützt, das über umfassende Erfahrung in den Bereichen Partnerschaften mit Energieversorgern, intelligente Zähler und die Digitalisierung des Stromnetzes verfügt.

Martin Rick tritt als Innovation Officer & Solutions Engineer bei ein und bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in den Bereichen Smart-Grid-Kommunikation, Elektrotechnik und Breitband-Powerline-Technologie mit. Zuvor war er als Senior Product Manager für Smart Grid bei Power Plus Communications tätig und bringt fundierte Fachkenntnisse in den Bereichen BPL- und LTE-Netzplanung, Konnektivität von Smart-Meter-Gateways sowie der Umsetzung vor Ort mit. Er wird das deutsche Anwendungsingenieurteam von Corinex im Bereich leiten und Versorgungsunternehmen von Pilotprojekten bis hin zur großflächigen Einführung unterstützen.

Dr. Andreas Schönbauer tritt als Senior Director of Strategic Accounts bei und bringt mehr als 20 Jahre Führungserfahrung in den Bereichen Energie, digitale Infrastruktur, Telekommunikation und Cybersicherheit mit. Als langjähriger Experte in der Powerline-Kommunikationsbranche war er zuvor als Vice President of Sales bei  devolo tätig, wo er die internationale Expansion des Unternehmens leitete. Bei Corinex wird er die strategischen Beziehungen zu deutschen Energieversorgern und Partnern leiten.

Marko Chudzinski tritt als Director of Strategic Accounts bei und bringt umfassende Fachkenntnisse in den Bereichen intelligente Zählertechnik, Marktstrukturen der Versorgungswirtschaft und Geschäftsentwicklung mit. Seine Erfahrungen bei Solandeo und Energy & Meteo Systems stärken die Fähigkeit von Corinex, deutsche Energieversorger bei der vorantreibenden Digitalisierung und Elektrifizierung zu unterstützen.

Gemeinsam mit , und Wolfgang Heiler, Executive Commercial Director, bietet das Team während des gesamten Projektlebenszyklus vor Ort kommerzielle und technische Unterstützung und arbeitet eng mit den Entwicklungs- und Produktabteilungen von Corinex zusammen, um Lösungen zu liefern, die auf die Anforderungen deutscher Energieversorger zugeschnitten sind.

Bewährte Zuverlässigkeit im Einsatz

Die Produkte von Corinex sind für den langfristigen Einsatz in Versorgungsunternehmen sowie für die Kompatibilität mit aufeinanderfolgenden Hardware- und Software-Generationen ausgelegt.

Unabhängige Prüfungen in den letzten zehn Jahren haben bestätigt, dass die Quote der Gewährleistungsansprüche im gesamten Produktportfolio unter 1 % liegt. In den letzten Jahren ist dieser Wert unter 0,1 % gesunken.

Die modulare Plattform ermöglicht es Versorgungsunternehmen, bestehende Systeme zu erweitern, neue Funktionen einzuführen und zukünftige Technologien zu integrieren, ohne die zugrunde liegende Kommunikationsinfrastruktur ersetzen zu müssen.

Auf fundiertem technischem Fachwissen aufbauend

Die Corinex Communications GmbH verbindet lokalen Support mit insgesamt mehr als 200 Jahren gemeinsamer technischer Erfahrung in den Bereichen Breitband über Stromleitungen, Netzinfrastruktur, Kommunikationstechnologien und Innovationen im Energiesektor.

Durch die Präsenz von Corinex in Mannheim kann das Unternehmen enger mit Energieversorgern, Messdienstleistern und Technologiepartnern zusammenarbeiten, um intelligentere, widerstandsfähigere und leistungsfähigere Verteilungsnetze aufzubauen.

Informationen zu Corinex

Corinex ist ein führender Anbieter von Technologien zur digitalen Netzverstärkung für Nieder- und Mittelspannungs-Stromverteilungsnetze. Die Plattform kombiniert Echtzeit-Netzüberwachung, sichere Breitbandverbindungen über Stromleitungen (BPL), Edge-Intelligenz und fortschrittliche Netzsoftware, um Energieversorgern dabei zu helfen, die Netzbedingungen zu erfassen, Engpässe zu bewältigen und mehr Kapazität aus der bestehenden Infrastruktur zu erschließen.

Die Lösungen von Corinex unterstützen Smart Metering, Netztransparenz, Flexibilität und einen intelligenten Netzbetrieb und bieten Energieversorgern damit die digitale Grundlage, um die Elektrifizierung zu integrieren und gleichzeitig die Ausfallsicherheit und Auslastung ihrer Verteilungsnetze zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.corinex.com und.

Medienkontakt

Corinex logo

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Schweiz stimmt über Bevölkerungsdeckel ab – Freizügigkeit mit der EU unter Druck

15.06.2026

In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.

Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.

Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.

Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.