Sidel präsentiert EvoDECO® Next, seinen Roll-Fed-Etikettierer der nächsten Generation, der Hochleistungsproduktion mit größerer Gestaltungsfreiheit und einem deutlich geringeren Materialverbrauch verbindet. Die Verwendung von Teiletiketten auf einer Roll-Fed-Plattform ermöglicht Getränkeherstellern, weniger Etikettenmaterial zu verwenden und den dadurch vergrößerten sichtbaren Teil der Flasche für eine unverwechselbare Premium-Markenpräsentation zu nutzen – ohne Kompromisse bei der für die industrielle Produktion erforderlichen Robustheit.
LONDON, 14. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- „EvoDECO Next definiert die Möglichkeiten der Etikettenverarbeitung von der Rolle neu. Produzenten müssen sich nicht mehr zwischen industrieller Effizienz, Materialeinsparung und wirkungsvoller Gestaltung entscheiden. Durch den Einsatz von Teiletiketten in einer vereinfachten Roll-Fed-Architektur können wir unseren Kunden dabei helfen, weniger Material zu verbrauchen, ihren Marken neue Möglichkeiten zu erschließen und die von ihren Produktionsanlagen geforderte Leistung aufrechtzuerhalten", kommentiert Anne Philippe Lafon, Produktmanagerin – Etikettierung, bei Sidel.

Der Entwicklung der PET-Verpackung gerecht werden
PET-Verpackungen entwickeln sich weiter in Richtung höherer Materialeffizienz und Kreislaufwirtschaft, während Marken weiterhin unter dem Druck stehen, am Point of Sale hervorzustechen. Die Bemühungen der Branche um Gewichtsreduzierung konzentrierte sich weitgehend auf die Flasche selbst – vom Flaschenhals über den Körper bis zum Boden. EvoDECO Next integriert die Dekoration in diesen Ansatz und behandelt das Etikett als weiteren Verpackungsbestandteil, der optimiert werden kann.
Die Roll-Fed-Etikettierung, die traditionell den Rundumetiketten zugeordnet wird, kann nun dank EvoDECO Next auch kleinere Teiletiketten verarbeiten. Da Teiletiketten mehr von der Flasche sichtbar machen, können die Flaschenform, das transparente PET und das Produkt selbst Teil der visuellen Identität der Marke werden. Das Ergebnis ist eine Premium-Ästhetik, die zudem den Bedarf an Etikettenmaterial reduziert.
Weniger Material, mehr Markenwirkung
Je nach gewählter Dekoration können Teiletiketten laut Sidel die Etikettenfläche im Vergleich zu einem herkömmlichen Rundumetikett um bis zu 75 % reduzieren. Der Höchstwert bezieht sich auf die 90°-Teiletikettkonfiguration, während eine 180°-Konfiguration die Etikettenfläche um 50 % verringert.
Volumenproduzenten können mit Teiletiketten erhebliche Einsparungen erzielen. In einem Beispiel von Sidel reduzierte die Umstellung von einem Rundumetikett auf ein 90°-Teiletikett den BOPP-Verbrauch um 208,4 Tonnen pro Jahr, die damit verbundenen CO₂-Emissionen um 346 Tonnen und bewirkte jährliche Einsparungen von rund 723.000 EUR bei den Rohstoffkosten.1
Dieser Ansatz unterstützt auch Sidels umfassendes JUST-Label-Konzept, das Nachhaltigkeit, Branding, geringere Gesamtbetriebskosten und eine einfachere Technologie vereint. Wenn die Hersteller den sichtbaren Teil der Flasche bewusst in das Design integrieren, können sie Material sparen und gleichzeitig eine hohe Attraktivität am Point of Sale erzielen.
Integrierte Technologie zur Vereinfachung der Hochleistungsproduktion
EvoDECO Next wurde als integrierte Plattform und nicht als die Anpassung einer vorhandenen Roll-Fed-Maschine an kürzere Etiketten konzipiert. Die Plattformarchitektur kombiniert einen Cutter 2.0, einen intelligenten Puffer, eine Smart Kamera und High-Speed-Wechselteile, wobei Zufuhr, Schneiden, Aufbringen und Kontrolle nahtlos zusammenarbeiten.
Das Herzstück der neuen Teiletikettierung ist das neue Schneidsystem, das direkt an der Transfertrommel angebracht ist. Das Rotationsschneidsystem verarbeitet kürzere Etiketten mit zwei Klingen, die bei hoher Geschwindigkeit schneller schneiden.
Der intelligente Puffer absorbiert die Rollenwechsel ohne jede Variation der Produktionsgeschwindigkeit. Dank seiner schlanken Konfiguration erfordert er keine zusätzliche Stellfläche oder Änderungen des Standardfolienwegs und das Verspleißen der Rollenenden erfolgt bei Nenngeschwindigkeit, sodass die Gesamtproduktionseffizienz geschützt wird.
Die Smart Kamera ermöglicht eine Etikettenverwaltung ohne Referenzmarken. Der Wegfall der herkömmlichen Referenzmarken und Ruhezonen gestattet eine flexiblere Auswahl der Rohstoffe und Etiketten und bietet weitere Möglichkeiten der Materialeinsparung. Eine spezielle Software bietet automatische Korrektur, eine verbesserte automatische Referenzfahrt und erweiterte Diagnosefunktionen.
Neue Highspeed-Wechselteile tragen zusätzlich zur Autonomie der Maschine und zur Prozessstabilität bei. Eine optimierte Gleitfläche und ein Luftklingensystem minimieren die Querkontamination des Klebstoffs und die Beanspruchung der Etiketten. Dies trägt dazu bei, die Autonomie der Maschine um das bis zu Fünffache zu verlängern und ungeplante Stillstände zu reduzieren.
Vereinfachte Abläufe zwischen Rolle und Etikett
EvoDECO Next kann mit Sidels automatisierter Rollenverwaltungslösung CoboREEL® kombiniert werden, die Bedienereingriffe reduziert, eine integrierte Rückverfolgbarkeit bietet und eine Produktionsautonomie von bis zu 18 Rollen unterstützt.
An der Etikettierstation hat Sidel ebenfalls wichtige Elemente vereinfacht, um schnellere Umrüstungen, eine einfachere Wartung und eine gleichbleibende Verfügbarkeit sicherzustellen.
Gestützt auf 50 Jahre Etikettiererfahrung mit mehr als 330 seit der Markteinführung verkauften EvoDECO-Maschinen und über 5.000 weltweit installierten Sidel-Etikettierern erweitert EvoDECO Next die Verpackungsoptimierung über die PET-Flasche hinaus: Jedes Etikett leistet seinen Beitrag zur Einsparung von Material, größerer Gestaltungsfreiheit und Vereinfachung der Produktion.
Weitere Informationen und wie Unternehmen diese Lösung nutzen können, finden Sie auf der Sidel-Website.
¹ Annahmen für die Berechnung: Ausgehend von einer Produktionsanlage mit einer Kapazität von 61.000 Flaschen pro Stunde, die jährlich etwa 459 Millionen Flaschen produziert. Mit der Verwendung eines 90°-Teiletiketts anstelle eines Rundumetiketts wurde die Etikettenfläche pro Flasche von 20.160 mm² auf 5.040 mm² reduziert. Die Angaben zu CO₂- und Kosteneinsparungen basieren auf Modellierungsannahmen von Sidel und können je nach Produkt, Materialspezifikation und Betriebsbedingungen variieren.
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Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.
Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.
Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.
Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.
Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.