PHNOM PENH, Kambodscha, 30. September 2026 /PRNewswire/ -- Laut einem neuen Bericht des Netzwerks „Fair Finance Asia" (FFA) und seines Forschungspartners Profundo werden die Mitgliedstaaten der Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) häufig aus den Wertschöpfungsketten ausgeschlossen, die auf ihren kritischen Mineralien basieren.
Als einer der ersten Berichte, der sich mit den Handelsabkommen der Region im Bereich kritischer Mineralien sowie den dahinterstehenden Finanzströmen befasst, stellt der FFA-Berichtsowie der BerichtExtraction to Equity die Frage, ob die Abkommen mit Kambodscha, Indonesien, den Philippinen und Thailand die Standards in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) fördern.
Auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen bis Dezember 2025 kam der Bericht zu dem Ergebnis, dass Klauseln über den lokalen Nutzen, Nachhaltigkeitsstandards und eine gerechte Wertverteilung in Vereinbarungen und Absichtserklärungen , (MoUs) durchweg fehlen, was dazu führt, dass die Herkunftsländer Rohmineralien exportieren, während die Verarbeitung anderswo erfolgt. In dem Bericht wird zudem hinterfragt, inwieweit diese Nachfrage möglicherweise eher durch den Verteidigungssektor als durch erneuerbare Energien getrieben wird und wessen Bedürfnisse dabei Vorrang haben.
Der Bericht fordert die ASEAN-Mitgliedstaaten und die Finanzaufsichtsbehörden auf, Anreize für Alternativen zum Rohstoffabbau zu schaffen und die UN-Grundsätze zur Förderung von Gerechtigkeit und Fairness im Umgang mit kritischen Mineralien für die Energiewende zu unterstützen.
Bernadette Victorio, Programmleiterin bei Fair Finance Asia: „FFA gehört aus einem bestimmten Grund zu den ersten, die sich auf dieses Analysegebiet begeben haben: Die Gemeinschaften, die mit Rohstoffabbau leben, sind die letztendlichen Nutznießer unserer Lobbyarbeit, aber sie können keine Bedingungen einfordern, die nicht zuvor festgelegt wurden."
Juliette Laplane, leitende Wissenschaftlerin bei Profundo: „Abkommen über kritische Mineralien müssen über den Marktzugang hinausgehen. Sie benötigen durchsetzbare Schutzmaßnahmen, darunter lokale Wertschöpfung, faire Preisgestaltung und die Einbeziehung der Zivilgesellschaft."
Sophoan Phean, Landesdirektor von Oxfam in Kambodscha: „. Kambodscha befindet sich noch in einem frühen Stadium der Erschließung kritischer Mineralien und muss die Rechte der Gemeinden, den Umweltschutz sowie Transparenz und Rechenschaftspflicht bei den Einnahmen in den Mittelpunkt stellen, bevor der großflächige Abbau ausgeweitet wird."
Victoria Fanggidae, Geschäftsführerin von The PRAKARSA: „Banken und Investoren müssen Menschenrechts-Due-Diligence-Prüfungen, die Zustimmung der betroffenen Gemeinschaften, eine transparente Aufteilung der Vorteile und glaubwürdige Bedingungen zur Dekarbonisierung zu Voraussetzungen für die Finanzierung machen."
Yuki Tanabe, Programmdirektorin, Japanisches Zentrum für eine nachhaltige Umwelt und Gesellschaft: „Große japanische Banken und Unternehmen, die in Südostasien im Bereich des Abbaus, der Raffination, der Verarbeitung und der Beschaffung kritischer Mineralien tätig sind, müssen ihre ESG-Standards verschärfen."
Joel Chester Pagulayan, Portfolio-Manager für Klimagerechtigkeit bei Oxfam Pilipinas: „Die ASEAN und die nationalen Regulierungsbehörden müssen freiwillige Verpflichtungen durch verbindliche Schutzmaßnahmen ersetzen, die die Rechte der Gemeinschaften, die freie, vorherige und informierte Zustimmung (FPIC) sowie eine gerechte Entwicklung fördern."
Ponpakin Phruttiwongwanit, Projektkoordinatorin bei Fair Finance Thailand,: „Solange die Regierungen und Finanzaufsichtsbehörden der ASEAN-Staaten die politischen Lücken nicht schließen, werden die Menschen und Ökosysteme, die am stärksten von der Rohstoffgewinnung betroffen sind, weiterhin den Preis für einen Wandel zahlen, der ohne sie gestaltet wurde."
So rufen Sie den Bericht auf: bit.ly/4hraS6Q
Ansprechpartner für die Medien:
Kyle Cruz
Manager für Interessenvertretung und Kampagnenarbeit
Fair Finance Asia
Über Fair Finance Asia
FFA ist ein regionales Netzwerk asiatischer zivilgesellschaftlicher Organisationen, das sich dafür einsetzt, dass Finanzinstitute bei ihren Finanzierungsentscheidungen das soziale und ökologische Wohlergehen der Gemeinden berücksichtigen, in denen sie tätig sind. Weitere Informationen finden Sie unter: fairfinanceasia.org
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Sandro Brotz kehrt dem Schweizer Radio und Fernsehen den Rücken und wechselt Anfang 2027 zur Boulevardzeitung «Blick». Der 56-jährige Journalist, derzeit Moderator und stellvertretender Leiter der Polit-Talksendung «Arena», wird SRF Ende Januar 2027 verlassen. Bis voraussichtlich Mitte Januar führt er weiterhin durch die «Arena». Beim zum Ringier-Konzern gehörenden «Blick» soll Brotz einen neuen Video-Podcast aufbauen und moderieren, der mehrmals pro Woche Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgreift.
Der Schritt markiert das Ende einer knapp 15-jährigen SRF-Ära für Brotz. Seit seinem Wechsel nach Leutschenbach im Juni 2012 prägte er zunächst als Moderator der investigativen Sendung «Rundschau» das Programm, später zusätzlich als Gastgeber des «Rundschau Talk». 2019 übernahm er schliesslich die «Arena» von Jonas Projer. Als Grund für den Wechsel nennt Brotz die Möglichkeit, bei «Blick» ein neues Format mitzuentwickeln und damit über die Rolle des klassischen Moderators hinauszugehen. Ganz neu ist das Ringier-Umfeld für ihn nicht: Vor seiner SRF-Zeit war er bereits unter anderem stellvertretender Chefredaktor des «SonntagsBlick».
Der Abgang von Brotz wirft bei SRF unmittelbar die Nachfolgefrage auf. Als Topfavorit galt zuletzt sein Kollege Mario Grossniklaus, der seit 2024 einmal im Monat die «Arena» moderiert und damit Brotz entlastet. Der 49-Jährige hat dieser Spekulation nun jedoch eine klare Absage erteilt. Auf Linkedin schrieb Grossniklaus, er werde sich nicht auf die Nachfolge seines «geschätzten Kollegen» bewerben. Stattdessen wolle er sich auf seine Aufgaben in der Wahlleitung von SRG und SRF konzentrieren – eine Funktion, die er als «grösste und spannendste Aufgabe» seiner bisherigen Karriere bezeichnet.
Mit der Absage von Grossniklaus bleibt offen, wer Brotz ab etwa Mitte Januar beerben wird. SRF verweist darauf, man wolle sich vorerst auf eine geordnete Übergabe der «Arena» konzentrieren. Der Wechsel von Brotz reiht sich ein in eine Serie prominenter Abgänge von SRF in Richtung Dufourstrasse: Bereits zuvor hatten unter anderem Reto Scherrer, Steffi Buchli, Christine Maier, Hannes Britschgi und der frühere «Arena»-Moderator Jonas Projer den Schritt zum Ringier-Konzern gewagt. Die Motive reichen von besseren Angeboten bis hin zum Wunsch, den eigenen Namen in neuen Rollen und Formaten zu positionieren – mit sehr unterschiedlichem Ausgang.