Seegene startet die weltweit erste klinische Millionenstudie zur Weiterentwicklung globaler Teststandards

15.07.2026
  • Seegene startet die Global Million Clinical Study (GMCS) mit dem Ziel, anhand von einer Million Testfällen neue krankheitsspezifische Teststandards zu entwickeln.
  • Die Studie soll den klinischen Nutzen syndromischer PCR-Testansätze aufzeigen und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Praxis generieren, die eine fundierte klinische Entscheidungsfindung unterstützen können.
  • Das TIME-Magazin zeichnete Seegene als eines der „einflussreichsten Unternehmen der Welt 2026" aus und würdigte damit seinen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen.

SEOUL, Südkorea, 15. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Seegene Inc., ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der molekularen Diagnostik, gab heute den Start der Global Million Clinical Study (GMCS) bekannt. Deren Ziel ist es, den klinischen Nutzen und die potenziellen Auswirkungen umfassender syndromischer PCR-Testansätze auf Basis von Daten aus der Praxis zu unterstreichen.

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Das Projekt startet in Südkorea sowie an Gesundheitseinrichtungen weltweit. Durch die Erfassung und Auswertung großer Mengen klinischer Testdaten soll der Nutzen krankheitsspezifischer Teststrategien bei wichtigen Infektionskrankheiten bewertet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sind dazu bestimmt, eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Teststandards zu schaffen und dazu beizutragen, diagnostische Verfahren umfassender und vergleichbarer zu gestalten.

Für dieses Studienprojekt stellt Seegene STAgora™ zur Verfügung, eine Plattform zur Analyse von Echtzeit-Testdaten. STAgora™ ermöglicht die statistische Analyse von Erregerprävalenzen und Infektionstrends über verschiedene Krankheitsbilder und geografische Regionen hinweg.

  • GMCS - Neue Erkenntnisse durch Daten aus der Praxis

GMCS soll den klinischen Nutzen umfassender PCR-Testverfahren bewerten, die den gleichzeitigen Nachweis mehrerer relevanter Krankheitserreger in einem einzigen Test ermöglichen. Im Rahmen der Studie werden Daten aus der diagnostischen Praxis ausgewertet, die mit konventionellen Testverfahren bislang nur eingeschränkt erfasst werden konnten. Dazu gehören unter anderem bisher unentdeckte Erreger, Koinfektionen, Genotypen sowie regionale und saisonale epidemiologische Muster.  

  • Bewertung krankheitsspezifischer Diagnostikstrategien

Zu Beginn der Studie stehen wichtige Infektionskrankheiten im Fokus, darunter Infektionen des Reproduktionstrakts, der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts. Die gewonnenen Daten sollen zusätzliche diagnostische Erkenntnisse liefern, die über die Möglichkeiten bestehender Testverfahren hinausgehen, und dazu beitragen, fundiertere klinische Entscheidungen zu unterstützen.

  • Evidenzbasierte Erkenntnisse für zukünftige Teststandards

Moderne PCR-Diagnostiktechnologien bieten ein hohes und konsistentes Maß an diagnostischer Leistungsfähigkeit. Die konkrete Umsetzung von Teststrategien kann jedoch von den jeweiligen Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems eines Landes abhängen. Selbst bei identischen Erkrankungen variieren die empfohlenen Testverfahren, die berücksichtigten Zielerreger und die Erstattungsregelungen je nach nationalen Leitlinien und den jeweiligen Gesundheitssystemen. Infolgedessen kann der Umfang der verfügbaren Diagnostik für Patientinnen und Patienten mit derselben Erkrankung von Land zu Land variieren.

Vor diesem Hintergrund verfolgt Seegene das Ziel, eine fundierte wissenschaftliche Evidenzbasis zu schaffen, die zur Weiterentwicklung neuer globaler Teststandards beiträgt und sich an den Anforderungen der klinischen Praxis orientiert.

„GMCS geht über das reine Sammeln von Testdaten aus der Praxis hinaus", sagt Dr. Jong-Yoon Chun, CEO und Gründer von Seegene. „Es handelt sich um die weltweit erste globale klinische Studie dieser Größenordnung, die darauf ausgelegt ist, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, um neue Ansätze in der Diagnostik zu fördern und die Weiterentwicklung klinischer Teststrategien zu unterstützen."

„Innovation bei Seegene endet nicht mit der Entwicklung fortschrittlicher Technologien", fügt Dr. Chun hinzu. „Unser Ziel ist es, technologische Innovationen in leistungsfähige diagnostische Strategien für die klinische Praxis zu überführen. Durch den fortlaufenden Aufbau wissenschaftlicher Evidenz möchten wir die Grundlage für verbesserte diagnostische Möglichkeiten schaffen."

Ferner betont Dr. Chun die langfristige Vision des Unternehmens: „Jeder Mensch sollte unabhängig von seinem Wohnort Zugang zu hochwertigen diagnostischen Testverfahren haben. Eine umfassendere und präzisere Diagnostik kann dazu beitragen, eine frühzeitigere und fundiertere klinische Entscheidungsfindung zu unterstützen sowie die Ausbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen. Mit den im Rahmen der GMCS gewonnenen Erkenntnissen möchten wir Strategien unterstützen, die Patientinnen und Patienten weltweit bessere diagnostische Möglichkeiten eröffnen."

Hinweis

Die Global Million Clinical Study (GMCS) dient der Generierung wissenschaftlicher Evidenz. Sie stellt keine medizinische Beratung, diagnostische Handlungsempfehlung oder produktbezogene Leistungsbehauptung dar.

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.