Strafverfolgungsbehörden der Vereinigten Arabischen Emirate verhaften Anführer einer Geldwäscher-Bande

18.09.2026

ABU DHABI, VAE, 19. September 2026 /PRNewswire/ -- Im Rahmen einer gemeinsamen Operation, die internationale Sicherheitszusammenarbeit im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität widerspiegelt, hat die Polizei der VAE in Abstimmung mit den schwedischen Behörden einen schwedischen Flüchtigen festgenommen, der mutmaßlich der Anführer einer internationalen Geldwäscherbande ist – ein Verbrechen, für das die Person im Rahmen einer roten Interpol-Fahndungsausschreibung gesucht wurde. Seine Festnahme erfolgte zeitgleich mit der Festnahme von sechs weiteren Bandenmitgliedern in Schweden. 

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Die Ermittlungen hatten ergeben, dass das Netzwerk über einen Zeitraum von zehn Monaten rund 70 Millionen schwedische Kronen, umgerechnet 7,1 Millionen US-Dollar, bewegt hatte. Dabei ging es um den Umlauf von Bargeld und die Nutzung von Kryptowährungstransaktionen, um Erlöse aus illegalen Aktivitäten an kriminelle Organisationen weiterzuleiten. 

Mit diesen Transaktionen wurden Gewaltverbrechen in Europa finanziert, darunter organisierter Menschenhandel und Auftragsmorde. Damit reiht sich dieser Fall in ein breiteres Muster ein, das die Strafverfolgungsbehörden in ganz Europa beunruhigt: Kriminelle Netzwerke lagern Gewaltakte zunehmend an junge, leicht zu entlassende Rekruten aus, die sie über soziale Medien anwerben. 

Die Operation dieser Woche war das Ergebnis einer direkten Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich und eines Informationsaustauschs zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Schweden. Durch Fahndungs-, Ermittlungs- und Überwachungsmaßnahmen konnte der Bandenchef in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausfindig gemacht und festgenommen werden; im Rahmen der justiziellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern wurde inzwischen ein Gerichtsverfahren gegen ihn eingeleitet. 

Brigadegeneral Abdulaziz Al-Ahmad, Generaldirektor der Bundespolizei im Innenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate, erklärte: 

„Diese Operation unterstreicht die Wirksamkeit der Sicherheitszusammenarbeit zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Königreich Schweden sowie die Bedeutung des Austauschs von Informationen und Fachwissen bei der Verfolgung internationaler Netzwerke der organisierten Kriminalität und der Nachverfolgung ihrer Aktivitäten und Finanzströme." 

„Die Vereinigten Arabischen Emirate bekräftigen ihr unerschütterliches Engagement für die Verfolgung von Personen, die von der Justiz gesucht werden, sowie für die Bekämpfung grenzüberschreitender organisierter Kriminalität. In Zusammenarbeit mit seinen internationalen Partnern wird es weiterhin kriminelle Netzwerke aufspüren, deren Finanzierungsquellen unterbinden und rechtliche Schritte gegen jeden einleiten, der versucht, das Staatsgebiet des Landes für kriminelle Aktivitäten zu missbrauchen." 

Anders Wiberg, Polizeikommissar und Leiter der Abteilung für internationale Angelegenheiten bei der schwedischen Nationalpolizei, sagte: 

„Die enge und effektive Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten hat maßgeblich zum erfolgreichen Ausgang dieses Falls beigetragen. Wir möchten den Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate unseren aufrichtigen Dank für ihre unschätzbare Zusammenarbeit und Unterstützung aussprechen." 

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Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.