ZPMC feiert Kiellegungszeremonie für das zweite LDA-Versorgungsschiff

10.08.2026

SHANGHAI, 10. August 2026 /PRNewswire/ -- Shanghai Zhenhua Heavy Industries (ZPMC) hat die Kiellegungszeremonie für das zweite Service-Operationsschiff (SOV) abgehalten, das das Unternehmen für den französischen Offshore-Windparkbetreiber LD Armateurs (LDA) baut.

Das Schiff ist das zweite einer Serie von drei Schwesterschiffen, die ZPMC in Zusammenarbeit mit LDA baut. Das Schiff ist 90 Meter lang, 19,6 Meter breit und 7,3 Meter tief. Es ist für den Einsatz unter rauen Seebedingungen ausgelegt und erfüllt die Anforderungen für uneingeschränkte Fahrtrichtungen. Es bietet Platz für bis zu 96 Techniker und Hilfspersonal bei Einsätzen von mehr als 30 Tagen ohne Nachschub.

Das Schiff verfügt über einen dieselelektrischen Hybridantrieb mit Lithium-Batterien. Das System passt die Leistungsabgabe intelligent an die Betriebslasten an und senkt so sowohl den Kraftstoffverbrauch als auch die CO₂-Emissionen – ganz im Einklang mit den globalen Trends zur Dekarbonisierung im Bereich „ ". Die SOV ist mit einem dynamischen Positionierungssystem vom Typ DP2, einer teleskopierbaren, bewegungsausgleichenden Gangway und einem 3D-bewegungsausgleichenden Kran ausgestattet, wodurch der sichere Transfer von Personal und Ausrüstung auch unter schwierigen Seebedingungen gewährleistet ist. Die Unterkunft wurde nach den Standards für schwimmende Hotels konzipiert und bietet komfortable Wohn- und Arbeitsbereiche, die das Wohlbefinden der Besatzung während längerer Offshore-Einsätze fördern und gleichzeitig die allgemeine betriebliche Effizienz steigern.

Nach der Auslieferung wird das Schiff im Offshore-Windpark „Nordlicht" im deutschen Teil der Nordsee eingesetzt, wo es langfristige Betriebs- und Wartungsarbeiten, einschließlich des Austauschs von Ersatzteilen, durchführen und so den zuverlässigen Betrieb der europäischen Offshore-Windindustrie unterstützen wird.

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Biomarker im Speichel: Zürcher Studie ebnet Weg zu Schnelltest gegen Übermüdung

15.06.2026

Forschende der Universität Zürich (UZH) haben einen Ansatz entwickelt, mit dem sich akuter Schlafmangel im Speichel nachweisen lässt. In einer aktuellen Studie identifizierte das Team um Thomas Krämer vom Institut für Rechtsmedizin eine Art metabolischen Fingerabdruck, der starke Übermüdung zuverlässig anzeigt. Die Resultate wurden im Fachmagazin „Journal of Proteome Research“ veröffentlicht und von Krämer als „Meilenstein für die forensische Forschung“ bezeichnet.

Für die Untersuchung rekrutierten die Wissenschaftler 20 gesunde junge Männer, die normalerweise sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Die Probanden durchliefen drei Szenarien: eine Nacht komplett ohne Schlaf, vier Nächte mit jeweils zwei Stunden weniger Schlaf als üblich sowie eine Kontrollbedingung mit rund acht Stunden Schlaf. Nach jeder Phase wurden Speichelproben entnommen und mittels hochauflösender Massenspektrometrie analysiert. Mithilfe von maschinellem Lernen suchte das Team nach molekularen Mustern, die spezifisch auf akuten Schlafentzug hinweisen.

Die Auswertung ergab, dass starke Übermüdung rund zehn Prozent aller Biomoleküle im Speichel beeinflusst. Aus zehntausenden gemessenen Molekülen filterten die Forschenden schließlich zehn spezifische Biomarker heraus, die als Signatur für akuten Schlafmangel dienen könnten. Diese erstmals im Speichel identifizierten direkten Marker für Übermüdung unter alltagsnahen Bedingungen gelten aus Sicht der UZH als Grundlage für neue diagnostische Verfahren.

Langfristig zielt das Projekt auf die Entwicklung eines Schnelltests, der vor Ort eingesetzt werden könnte – etwa im Strassenverkehr, in sicherheitskritischen Berufen oder bei der forensischen Abklärung von Unfällen. Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich derzeit um eine Grundlagenstudie mit einer kleinen und homogenen Probandengruppe handelt. Bevor ein solcher Speicheltest in der Praxis Anwendung findet, seien umfangreichere Untersuchungen mit grösseren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen erforderlich.